Positionspapier zur lokalen Wirtschaftspolitik: Erwartungen an einen neuen Bürgermeister

Marsberg ist eine Stadt mit wirtschaftlicher Substanz, engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern, starken Handwerksbetrieben und einer industriellen Basis. Die lokale Wirtschaft ist ein bedeutender Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und Steuerzahler. Sie trägt zur Stabilität der Region bei – nicht zuletzt durch das gesellschaftliche Engagement vieler Unternehmen.

Damit Marsberg auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt, braucht es eine verlässliche und zukunftsgerichtete Politik – mit einem Bürgermeister, der die Bedürfnisse der Wirtschaft versteht und partnerschaftlich handelt.

1. Verlässliche und unternehmensfreundliche Verwaltung

Die Wirtschaft erwartet eine pragmatische Verwaltung, die Anliegen zügig und lösungsorientiert bearbeitet. Insbesondere Genehmigungs- und Bauverfahren müssen vereinfacht und beschleunigt werden. Die Stadtverwaltung soll als Dienstleister und Partner agieren – nicht nur als Prüfinstanz.

2. Stärkung der Infrastruktur – digital und analog

Die wirtschaftliche Entwicklung Marsbergs hängt stark von funktionierender Infrastruktur ab. Dazu gehören gut ausgebaute Straßenverbindungen ebenso wie ein zuverlässiger ÖPNV. Der flächendeckende Ausbau von Glasfaser-Internet und Mobilfunk ist eine Grundvoraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit – gerade im ländlichen Raum.

3. Aktive Wirtschaftsförderung und Flächenentwicklung

Die Marsberger Wirtschaft wünscht sich eine proaktive Wirtschaftsförderung mit echter Nähe zu den Unternehmen. Es braucht ausreichend erschlossene und zukunftsfähige Gewerbeflächen – insbesondere für wachstumsorientierte Mittelständler. Unternehmensnachfolge, Gründungen und Innovationen sollten durch gezielte Förderprogramme und Netzwerke unterstützt werden.

4. Bildung, Fachkräftesicherung und Standortattraktivität

Marsberg muss für junge Menschen attraktiv bleiben – mit guten Bildungsangeboten, Ausbildungsplätzen und Perspektiven. Eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort, der Berufsberatung und den Unternehmen ist dafür entscheidend. Gleichzeitig ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch ausreichende Kita-Plätze und gute Lebensqualität zu stärken – das hilft auch bei der Fachkräftegewinnung.

5. Kontinuität, Kommunikation und Dialog

Die lokale Wirtschaft erwartet einen proaktiven Bürgermeister, der den regelmäßigen Austausch mit Unternehmern sucht – über persönliche Gespräche, Netzwerktreffen und Wirtschaftsforen.

Entscheidungen mit wirtschaftlicher Relevanz müssen transparent und frühzeitig kommuniziert werden.

Die Stadt sollte ihre wirtschaftliche Stärke selbstbewusst vertreten – in der Region, gegenüber dem Land NRW und auf politischer Ebene.

 

Fazit

Marsberg hat Potenzial – aber auch große Herausforderungen. Die heimischen Unternehmen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen: für Arbeitsplätze, für Ausbildung und für eine starke Region. Was sie brauchen, ist einen verlässlichen, engagierten, kompetenten und wirtschaftsorientierten Bürgermeister.